Trading ist nicht Klick, Klick – sondern Struktur, Geduld und ein klarer Plan
26.07.2026 13:10
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Viele Menschen glauben, Trading bestehe darin, möglichst schnell auf jede Marktbewegung zu reagieren. Der Kurs steigt – kaufen. Der Kurs fällt – verkaufen. Eine Nachricht erscheint – sofort handeln.
Doch genau hier liegt einer der grössten Unterschiede zwischen einem impulsiven Marktteilnehmer und einem erfolgreichen Trader.
Trading ist nicht Klick, Klick – sondern Struktur, Geduld und ein klarer Plan. Sinngemäss nach Mario Lüddemann
Ein professioneller Trader reagiert nicht auf jeden Impuls. Er kennt sein Szenario bereits, bevor der Markt öffnet.
Er weiss:
Wenn mein Setup eintritt, handle ich. Wenn mein Setup nicht eintritt, tue ich bewusst nichts.
Gerade dieses bewusste Nichtstun fällt vielen schwer. Doch Geduld ist keine Schwäche – sie ist eine der wichtigsten Eigenschaften eines erfolgreichen Traders.
Disziplin entsteht nicht durch Talent, sondern durch Struktur.
Ein Tradingplan schützt davor, aus Emotionen heraus zu handeln. Er schafft Klarheit und hilft dabei, Entscheidungen ruhig und nachvollziehbar zu treffen.
Mein persönliches Ziel ist deshalb nicht, möglichst viele Trades zu machen, sondern die richtigen Trades zu machen.
Denn am Ende gilt:
Nicht die Anzahl der Klicks entscheidet über den Erfolg – sondern die Qualität der Entscheidungen.
„Die Börse belohnt nicht den Schnellsten. Sie belohnt denjenigen, der vorbereitet ist, geduldig wartet und erst handelt, wenn sein Plan Wirklichkeit wird.“ — Doris Hubeli
Das Doppelhoch an der Börse: Warnsignal, Verkaufssignal oder nur zwei Hügel?
21.07.2026 22:52
Wer sich mit Aktiencharts beschäftigt, begegnet früher oder später dem sogenannten Doppelhoch. Auf den ersten Blick sieht die Formation einfach aus: Der Kurs steigt zweimal ungefähr auf dieselbe Höhe und fällt anschliessend wieder zurück.
Doch zwei ähnliche Hochpunkte allein bilden noch kein bestätigtes Doppelhoch. Entscheidend ist, was zwischen und nach diesen beiden Hochpunkten passiert.
Wie entsteht ein Doppelhoch?
Ein mögliches Doppelhoch entwickelt sich typischerweise nach einem vorhergehenden Aufwärtstrend:
1. Der Kurs steigt auf ein erstes Hoch. 2. Anschliessend folgt ein deutlicher Rücksetzer. 3. Der Kurs steigt erneut in die Nähe des ersten Hochs. 4. Dort scheitert er und fällt wieder zurück. 5. Erst wenn das Tief zwischen den beiden Hochpunkten unterschritten wird, gilt die Formation als bestätigt.
Dieses Zwischentief wird häufig als Nackenlinie bezeichnet. Das Muster erinnert optisch an den Buchstaben M. Interactive Brokers beschreibt ein Doppelhoch als mögliche bärische Umkehrformation mit zwei ungefähr gleich hohen Spitzen, die durch einen Rückgang voneinander getrennt sind.
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Müssen beide Hochpunkte exakt gleich hoch sein?
Nein. Ein Kurs muss nicht zweimal auf den Rappen genau dieselbe Höhe erreichen. Entscheidend ist vielmehr, dass beide Hochpunkte ungefähr dieselbe Widerstandszone testen.
Auch für den zeitlichen Abstand gibt es keine feste Regel. Die beiden Hochpunkte können je nach Zeiteinheit einige Tage, mehrere Wochen oder sogar Monate auseinanderliegen.
Wichtig ist, dass zwischen ihnen ein klar erkennbarer Rücksetzer liegt. Zwei direkt nebeneinanderliegende Kerzen mit ähnlichem Höchstkurs sind noch keine eigenständige Doppelhochformation.
Ein mögliches Doppelhoch ist noch kein bestätigtes Doppelhoch
Dieser Unterschied ist besonders wichtig.
Solange der Kurs lediglich zweimal eine ähnliche Hochzone erreicht hat, handelt es sich zunächst nur um ein mögliches Doppelhoch. Der Kurs könnte die Widerstandszone beim nächsten Versuch trotzdem durchbrechen und weitersteigen.
Erst wenn der Kurs anschliessend unter das Zwischentief fällt, wird aus der Möglichkeit ein bestätigtes technisches Signal.
Auch bestätigte Chartformationen sind jedoch keine Garantie. Technische Analyse arbeitet mit Wahrscheinlichkeiten, nicht mit sicheren Vorhersagen. Chartmuster wie Doppelhochs werden verwendet, um mögliche Veränderungen von Trend und Momentum zu erkennen.
Muss eine steigende Aktie irgendwann verkauft werden?
Nicht automatisch.
Eine Aktie sollte nicht allein deshalb verkauft werden, weil sie bereits stark gestiegen ist oder im Chart zwei ähnliche Hochpunkte sichtbar sind. Ein Kurs kann nach einem vermeintlich hohen Stand noch lange weitersteigen.
Die richtige Entscheidung hängt vor allem davon ab, ob die Position als langfristige Anlage oder als kurzfristiger Trade gekauft wurde.
Langfristige Anlage und kurzfristiger Trade sind nicht dasselbe
Bei einer langfristigen Anlage steht das Unternehmen oder ein gesamter Markt im Vordergrund. Ein Verkauf kann beispielsweise sinnvoll werden, wenn:
sich das Unternehmen grundlegend verschlechtert,
der ursprüngliche Kaufgrund nicht mehr besteht,
die Position im Portfolio zu gross geworden ist,
das Kapital anderweitig benötigt wird,
oder die langfristige Strategie geändert wird.
Ein normaler Rücksetzer oder ein mögliches Doppelhoch muss für einen langfristigen Anleger nicht automatisch ein Verkaufsgrund sein.
Bei einem Trade wird dagegen bereits vor dem Einstieg festgelegt:
Wo erfolgt der Einstieg?
Welcher Verlust wird maximal akzeptiert?
Wo befindet sich das Kursziel?
Welches Signal beendet den Trade?
Bei einer solchen Strategie kann ein bestätigtes Doppelhoch durchaus ein Ausstiegssignal darstellen.
Der entscheidende Grundsatz lautet:
Eine langfristige Anlage wird nicht plötzlich zum kurzfristigen Trade, nur weil der Kurs steigt. Und ein misslungener Trade sollte nicht plötzlich zur Langfristanlage werden, nur weil er im Minus liegt.
Gewinne schützen mit Stop-Orders
Trader nutzen teilweise Stop-Orders, um Verluste zu begrenzen oder bereits entstandene Gewinne zu schützen.
Wird bei einer klassischen Stop-Verkaufsorder der festgelegte Kurs erreicht, wird die Order normalerweise zu einer Marktorder. Die Ausführung erfolgt dann zum nächsten verfügbaren Preis und nicht zwingend exakt zum eingegebenen Stopkurs. FINRA weist darauf hin, dass Stop-Orders nach dem Auslösen je nach Orderart zu den dann verfügbaren Marktbedingungen ausgeführt werden.
Besonders nach überraschenden Unternehmensmeldungen kann ein Kurs mit einer grossen Lücke eröffnen. Liegt beispielsweise ein Stop bei CHF 100, der nächste handelbare Kurs aber erst bei CHF 85, kann die Ausführung deutlich unterhalb des Stopkurses erfolgen.
Eine Stop-Limit-Order bietet mehr Kontrolle über den Mindestpreis. Dafür besteht das Risiko, dass die Order bei einem schnellen Kurssturz gar nicht ausgeführt wird.
Auch die Gebühren gehören zur Strategie
Bei kleinen Aktienkäufen können Mindestgebühren einen grossen Anteil des investierten Betrags ausmachen.
Wer beispielsweise für einen sehr kleinen Betrag nur eine einzelne Aktie kauft und später wieder verkauft, bezahlt möglicherweise zweimal Gebühren. Je kleiner der Anlagebetrag, desto stärker wirken diese Kosten prozentual.
Interactive Brokers verwendet je nach Markt und gewähltem Preismodell prozentuale Gebühren sowie teilweise Mindestgebühren pro Auftrag. Deshalb sollte vor jedem Kauf geprüft werden, ob die gewünschte Positionsgrösse wirtschaftlich sinnvoll ist.
Das bedeutet jedoch nicht, dass Anleger möglichst viele Aktien auf einmal kaufen müssen. Bei einem kleinen Budget kann es vernünftiger sein, Geld zunächst anzusammeln und anschliessend seltener, dafür mit einer sinnvollen Positionsgrösse zu investieren.
Fazit
Ein Doppelhoch besteht nicht einfach aus zwei ähnlich hohen Gipfeln. Erst der anschliessende Bruch des Zwischentiefs bestätigt die mögliche Trendwende.
Für Trader kann diese Formation ein wichtiges Ausstiegssignal sein. Langfristige Anleger sollten dagegen nicht bei jedem möglichen Chartmuster hektisch verkaufen.
Entscheidend ist, bereits vor dem Kauf zu wissen, welche Strategie verfolgt wird:
Wird langfristig investiert?
Wird eine kurzfristige Kursbewegung gehandelt?
Wo liegt die persönliche Verlustgrenze?
Welche Kosten entstehen beim Kauf und Verkauf?
Unter welchen Bedingungen wird die Position wieder geschlossen?
Wer diese Fragen im Voraus beantwortet, handelt weniger aus Angst oder Euphorie – und stärker nach einem klaren Plan.
Dieser Beitrag dient ausschliesslich der allgemeinen Information und stellt keine Anlageberatung oder persönliche Kauf- oder Verkaufsempfehlung dar.
Multi-Aktienanleihen mit Barriere – so erklärt, dass sogar ich drauskomme
11.07.2026 22:30
Ich habe mich mit sogenannten Multi Barrier Reverse Convertibles beschäftigt. Auf Deutsch werden sie oft als Multi-Aktienanleihen mit Barriere bezeichnet.
Der Name klingt kompliziert. Das Prinzip lässt sich aber relativ einfach erklären, sobald man den wichtigsten Punkt begriffen hat:
Bei diesem Produkt gewinnt nicht der Durchschnitt aller Aktien. Am Schluss zählt die schlechteste Aktie.
Was kaufe ich überhaupt?
Angenommen, ich investiere 10'000 Franken in eine solche Aktienanleihe.
Das bedeutet nicht, dass ich für diese 10'000 Franken direkt 18 verschiedene Aktien kaufe. Ich kaufe ein einziges strukturiertes Finanzprodukt, dessen Rückzahlung von beispielsweise 18 Aktien beziehungsweise Basiswerten abhängt.
Das Produkt hat:
-einen Anlagebetrag von 10'000 Franken, -eine festgelegte Laufzeit, -einen Coupon, -eine Barriere, zum Beispiel bei 60 Prozent, -und mehrere zugrunde liegende Aktien.
Mein möglicher Gewinn kommt hauptsächlich durch den Coupon. Steigen die Aktien stark an, profitiere ich nicht vollständig von diesen Kursgewinnen. Die maximale Rendite ist normalerweise auf den Coupon begrenzt.
Was bedeutet die Barriere bei 60 Prozent?
Zu Beginn des Produkts wird für jede Aktie ein Startwert festgelegt. Zur einfacheren Erklärung nehmen wir an, jede Aktie startet rechnerisch bei 100 Prozent.
Eine Barriere von 60 Prozent bedeutet:
Die Aktie darf während des festgelegten Beobachtungszeitraums nicht auf oder unter 60 Prozent ihres Startwertes fallen.
Solange keine Aktie die Barriere berührt oder unterschreitet, erhalte ich am Ende normalerweise meine vollen 10'000 Franken plus Coupon zurück.
Die Barriere ist aber keine Garantie. Sie ist lediglich ein bedingter Sicherheitspuffer. Wird sie berührt, kann dieser Schutz wegfallen.
Jetzt kommt der gemeine Teil: „Worst of“
Bei einer Multi-Aktienanleihe können 17 Aktien hervorragend laufen. Wenn aber die achtzehnte Aktie abstürzt, kann genau diese eine Aktie die Rückzahlung des gesamten Produkts bestimmen.
Deshalb nennt man solche Produkte häufig Worst-of-Produkte:
Für die Rückzahlung zählt die Aktie mit der schlechtesten prozentualen Entwicklung.
Die Gewinne der guten Aktien gleichen den Absturz der schlechten Aktie nicht aus. Mehr Aktien bedeuten also nicht automatisch mehr Sicherheit. Im Gegenteil: Je mehr Aktien im Produkt enthalten sind, desto mehr Möglichkeiten gibt es, dass eine davon die Barriere verletzt.
Ein konkretes Beispiel
Ich investiere:
10'000 Franken
Das Produkt hängt von 18 Aktien ab. Die Barriere liegt bei 60 Prozent.
Während der Laufzeit fällt eine der Aktien unter die Barriere. Am Ende der Laufzeit steht diese Aktie nur noch bei 30 Prozent ihres ursprünglichen Startwertes.
Die übrigen 17 Aktien können alle über ihrem Startwert liegen. Das hilft mir in diesem Fall nicht, weil die schlechteste Aktie zählt.
Die ungefähre Rückzahlung beträgt dann:
10′000×30%=3′000 Franken
Von meinen ursprünglich investierten 10'000 Franken erhalte ich also nur noch etwa 3'000 Franken zurück. Je nach Produktbedingungen erfolgt dies als Geldzahlung oder durch die Lieferung einer festgelegten Anzahl der schlechtesten Aktie.
Was passiert mit dem Coupon?
Nehmen wir für unser Beispiel einen Coupon von insgesamt 3'000 Franken.
Ohne Coupon würde ich nur 3'000 Franken zurückerhalten und hätte somit:
10′000 − 3′000 = 7′000 Franken Verlust
Bei einem klassischen Barrier Reverse Convertible ist der Coupon normalerweise vertraglich festgelegt und wird unabhängig von der Kursentwicklung bezahlt. Es existieren jedoch auch Varianten mit Bedingungen oder vorzeitiger Rückzahlung. Ausserdem bedeutet beispielsweise 30 Prozent pro Jahr nur bei einer Laufzeit von genau einem Jahr tatsächlich 3'000 Franken auf eine Anlage von 10'000 Franken. Bei einer Laufzeit von sechs Monaten wäre es normalerweise entsprechend weniger.
Bedeutet eine verletzte Barriere automatisch einen Verlust?
Nicht unbedingt.
Wurde die Barriere berührt, erholt sich die Aktie aber bis zum Bewertungstag wieder mindestens auf den festgelegten Ausübungspreis, kann trotzdem die volle Rückzahlung erfolgen.
Problematisch wird es normalerweise, wenn:
1. Mindestens eine Barriere berührt oder unterschritten wurde und die schlechteste Aktie am Bewertungstag unter ihrem Start- beziehungsweise Ausübungspreis steht.
2. Die genauen Regeln können je nach Produkt unterschiedlich sein. Manche Barrieren werden während der gesamten Laufzeit überwacht, andere nur an bestimmten Tagen oder am Schluss. Darum muss man vor dem Kauf unbedingt das Produktblatt und die Rückzahlungsbedingungen lesen.
Was ich daraus gelernt habe
Die Barriere ist keine Gewinnlinie und auch keine echte Versicherung.
Ich bekomme den hohen Coupon dafür, dass ich ein beträchtliches Risiko übernehme. Läuft alles ruhig oder seitwärts, kann das Produkt interessant sein. Bricht aber nur eine der enthaltenen Aktien stark ein, kann sie das gesamte Paket nach unten ziehen.
Meine einfache Merkhilfe lautet deshalb:
Viele gute Aktien helfen mir wenig. Eine einzige schlechte Aktie kann reichen, um mir den Tag gründlich zu versauen.
Oder noch kürzer:
Der Coupon ist mein möglicher Gewinn. Die schlechteste Aktie ist mein Risiko.
Dieser Beitrag beschreibt nur mein persönliches Verständnis und ist keine Anlageberatung. Bei strukturierten Produkten sollte man vor einem Kauf immer die vollständigen Bedingungen, Gebühren, Barrieren, Laufzeiten und das Risiko des Herausgebers prüfen.
Beim Broker in der App steht für eine Aktie 127.60 x 42. Was ist das
03.07.2026 12:55
Das Orderbuch zeigt in Echtzeit, zu welchen Preisen Käufer kaufen und Verkäufer verkaufen möchten. So entsteht an der Börse laufend der aktuelle Marktpreis.
📄 Briefkurs (Ask)
Der Briefkurs ist der günstigste Preis, zu dem aktuell jemand bereit ist, seine Aktien zu verkaufen.
Beispiel:
127.64 CHF × 413
Das bedeutet:
413 Novartis-Aktien stehen zum Verkauf.
Der Verkäufer möchte mindestens 127.64 CHF pro Aktie erhalten.
Mit anderen Worten:
“Unter 127.64 CHF verkaufe ich meine Aktien nicht.”
💰 Geldkurs (Bid)
Der Geldkurs ist der höchste Preis, den Käufer aktuell bereit sind zu bezahlen.
Beispiel:
127.60 CHF × 1’840
Das bedeutet:
Käufer möchten insgesamt 1’840 Aktien erwerben.
Sie sind bereit, maximal 127.60 CHF pro Aktie zu bezahlen.
Mit anderen Worten:
“Mehr als 127.60 CHF bezahle ich nicht.”
Der Spread Zwischen Geldkurs und Briefkurs liegt der sogenannte Spread.
Je kleiner der Spread ist, desto einfacher und günstiger lässt sich eine Aktie handeln. Bei sehr liquiden Aktien wie Novartis beträgt der Spread oft nur wenige Rappen.
Wann kommt ein Handel zustande?
Ein Kauf oder Verkauf findet erst statt, wenn sich Käufer und Verkäufer auf denselben Preis einigen.
Beispielsweise:
Käufer:
Ich bezahle 127.60 CHF.
Verkäufer:
Ich möchte 127.64 CHF.
❌ Noch findet kein Handel statt.
Erst wenn
ein Käufer bereit ist, 127.64 CHF zu bezahlen,
oder ein Verkäufer seine Aktien für 127.60 CHF verkauft,
wird die Order ausgeführt.
Warum verändert sich der Aktienkurs ständig?
An der Börse werden jede Sekunde neue Kauf- und Verkaufsaufträge eingegeben.
Dadurch ändern sich laufend:
Geldkurs
Briefkurs
Spread
gehandelter Preis
Der aktuelle Börsenkurs ist immer der Preis, zu dem zuletzt tatsächlich gehandelt wurde.
Warum sind Limit-Orders sinnvoll?
Eine Market-Order kauft sofort zum aktuell günstigsten Verkaufspreis (Briefkurs).
Eine Limit-Order legt dagegen einen maximalen Kaufpreis fest.
Beispiel:
Aktuelle Kurse:
Geldkurs: 127.60 CHF
Briefkurs: 127.64 CHF
Mit einer Limit-Order auf 127.60 CHF wartest du, bis ein Verkäufer bereit ist, zu diesem Preis zu verkaufen.
Mit einer Limit-Order kaufst du oft günstiger als mit einer Market-Order.
💡Merksatz
💰Geldkurs (Bid) = Käufer bieten Geld.
📄Briefkurs (Ask) = Verkäufer verlangen Geld.
🤝Treffen sich beide zum selben Preis, entsteht ein Börsenhandel.
Buy & Hold – Manchmal ist Nichtstun die beste Strategie
15.06.2026 22:11
Heute habe ich einen Blick auf mein Depot bei Interactive Brokers geworfen und festgestellt, dass sich Geduld auszahlen kann.
Am 25. Mai 2026 betrug mein Nettoliquidationswert CHF 1'198.76. Heute steht das Depot bei CHF 1'204.52.
Das entspricht einem Gewinn von CHF 5.76 – erzielt ausschliesslich durch Kurssteigerungen meiner bestehenden Anlagen.
Im Depot befinden sich aktuell:
NVIDIA Novartis iShares Core DAX ETF
Während NVIDIA heute mit rund CHF 7 Gewinn klarer Tagesgewinner war und auch der DAX ETF positiv abschloss, belastete Novartis das Ergebnis etwas. Trotzdem blieb unter dem Strich ein Plus.
Besonders interessant finde ich dabei, dass dieser Gewinn nicht durch aktives Trading entstanden ist. Keine hektischen Käufe, keine Verkäufe und keine kurzfristigen Spekulationen. Die Positionen wurden gehalten und der Markt durfte seine Arbeit machen.
Für mich bestätigt sich damit erneut eine wichtige Erkenntnis:
Nicht jede Rendite muss erarbeitet werden, indem man ständig handelt. Manchmal besteht die eigentliche Arbeit darin, ruhig zu bleiben und dem Investment Zeit zu geben.
Doris meinte dazu heute sinngemäss:
"Wenn ein Kurs kurzfristig fällt, bedeutet das nicht automatisch einen Verlust. Erst wenn verkauft wird, wird daraus Realität. Geduld gehört zu den wichtigsten Werkzeugen eines Investors."
Der Betrag ist noch klein, aber jede Reise beginnt mit dem ersten Schritt. Entscheidend ist nicht die Höhe des heutigen Gewinns, sondern dass das Depot insgesamt in die richtige Richtung unterwegs ist.
Fortsetzung folgt.
Mein erster Blogeintrag
14.06.2026 15:25
Heute habe ich die Datenbank für meinen Blog eingerichtet. Zusammen mit meiner virtuellen Assistentin Doris entstand die erste Version des Systems.
"Manchmal beginnt ein grosses Projekt mit einer einzigen Tabelle." – Doris